Camping Lago Maggiore Tessin

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Sonntag, 29. Januar 2012

Camping am Lago Maggiore

Natürlich fahren wir wieder ins Tessin, natürlich an den Lago Maggiore und ebenso natürlich auf die Schweizer Seite. Claudia und Ina, unsere beiden jungen pubertierenden Zwillinge, können sich schon nichts anderes mehr vorstellen. Unser altes Hauszelt hatten wir im vergangenen Jahr auf dem Campingplatz stehen lassen, alte Campingfreunde hatten sich dafür interessiert, ihr Zelt war brüchig geworden und der Preis für unser altes Zelt war im vergangenen Jahr eine gute Anzahlung für den Abschiedsabend im Ristorante in Bronco eingangs des Centovalli. Der Campinglatz – mit dem Fahrrad 15 Minuten von Locarno entfernt - war für uns reserviert, mit dem neuen Zelt und der alten Ausrüstung, vier Fahrräder auf dem Dach, ging es los an den geliebten Lago Maggiore.

Diesmal sollte es ein Fahrrad-Urlaub werden. Obwohl im allgemeinen Radfahren um den Lago Maggiore wegen der engen Straßen und des vielen Verkehrs ein eher abenteuerliches Unterfangen ist, hatten wir uns einige interessante Touren ausgedacht.

Zweimal wollten wir mit dem Zug durch das Centovalli fahren. Wegen der vielen Brücken und Tunnels und der herrlichen Ausblicke ist diese Eisenbahnfahrt allein schon ein Erlebnis. Die erste Tour sollte uns mit dem Fahrrad von Malesco nach Cannobio durch das romantische Valle Cannobina bringen. Von Malesco geht es zunächst bergauf, aber dann ist die 25 km lange Abfahrt bis Cannobio am Lago Maggiore durch das landschaftlich einmalig schöne Tal eine reine Freude. Der Zug braucht von Locarno nach Malesco knapp eine Stunde, bei nicht allzu viel Stops ist es kein Problem, am Nachmittag das Schiff von Cannobio nach Locarno zu erreichen, die Fahrt mit dem Fahrrad auf der vielbefahrenen engen Küstenstrasse ist hier keine reine Freude, aber es gibt ja ein Schiff!



Das nächste Mal fahren wir mit Rädern im Zug nach Re. Aus dem oft engen Centovalli kommend glaubt man nicht, plötzlich vor dieser prächtigen Wallfahrtskirche Madonna del Sangue in Re zu stehen. Re liegt mit dem Zug vor Malesco, der Zug braucht sechs Minuten weniger. Nach der obligatorischen Besichtigung der beeindruckenden Kirche steigen wir auf die Räder. Die 24 Kilometer, die wir eben mit dem Zug gefahren sind, lassen wir nun – meistens bergab – unsere Drahtesel laufen. Am Abend fallen wir müde in unser Zelt, es war wieder ein toller Tag im Tessin.



Unsere Freunde, denen wir im vergangenen Jahr unser Zelt überlassen haben, schlagen uns vor, abwechselnd mit uns die Täler zu erkunden. Also fahren wir mit zwei Autos ins Maggiatal. Unser Auto bleibt in Avegno stehen, unsere Freunde bringen uns und unsere Fahrräder nach Cavergno. Durch das romantische Maggiatal mit den bunten Felsblöcken im Bach radeln wir wieder bergab.

Es gibt noch viel zu sehen, der Markt in Cannobio ist sonntags ein besonderes Erlebnis, wenn man ihn mit dem Schiff erreicht. Vor dem Zelt liegt die 1679m hohe Cimetta, die geplanten 14 Tage auf dem Campingplatz gehen viel zu schnell vorbei, aber wir sind ja noch jung …